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Lightroom – Meine Bildbearbeitung

10. Januar 2016
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In diesem Blogpost zeige ich Euch wie ich meine Bilder mit Lightroom bearbeite



 

Bildbearbeitung

Die Zeiten haben sich geändert. Bildbearbeitung gehört heute einfach zum Handwerk des Fotografen. – ein Zitat aus dem Internet. Wie ich finde sind es wahre Worte. Auch wenn immer wieder Menschen behaupten dass ein guter Fotograf keine Bearbeitungen der Fotos nötig hat, denke ich dass die Bearbeitung die persönliche Handschrift des Fotografen unterstützt. Zudem zeigt es viele Möglichkeiten auf … Fotos die man eigentlich aussortiert hätte werden mit den ein oder anderen Klicks absolut sehenswert

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Noch vor kurzem

habe ich mich darauf verlassen dass meine Kamera das Beste aus meinem Bild rausholt. Ich habe darauf vertraut. Natürlich liest man davon dass Fotografen auf Fotos als Raw-Dateien schwören, aber für mich war das ein Buch mit sieben Siegel. Dann aber fing ich an mich zu informieren, habe von Lightroom gehört. Konnte an nichts anderes denken .. wollte das auch. Irgendwann hat mein Freund mich dann mit Lightroom 6 überrascht. Voller Freude und Neugier fing ich an alles auszuprobieren. Natürlich dauert es bis man raus hat wie und wo man drücken muss, was man einzustellen hat bis das Foto so aussieht dass man es wirklich so richtig toll findet. Mittlerweile habe ich für mich einen guten Weg gefunden schnell und unkompliziert meine Fotos, für so ziemlich alle Zwecke, zu entwickeln. Da ich bei Instagram danach gefragt wurde zeige ich Euch heute was ich mit Lightroom alles mache

 


Kontraste erhöhen

Trotz toller Kamera wirken bei mir manche Bilder einfach fad. Früher hätte ich sie so gelassen, gedacht dass es eben nicht besser geht, ich es nicht besser kann

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Da baue ich mir schon extra eine passende Kulisse auf und erhoffe mir einen tollen dunklen Hintergrund. Als das Bild (siehe Bild links) dann so aus der Kamera gekommen ist war ich froh Lightroom zu besitzen. Wichtig bei diesem Bild war mir dass man die Schrift klar lesen kann, der Hintergrund dunkler wird und dass es allgemein härter wirkt. Wie ich das hinbekommen habe seht Ihr an den Einstellungen rechts (inklusive meiner Einstellungen in der Kamera)


Weißabgleich

Zu blau? Zu orange? Zu grün? Ja, passiert. Habe ich Lust immer einen manuellen Weißabgleich in der Kamera vorzunehmen? Nein, eher nicht. Muss ich auch nicht mehr. Hierbei ist es allerdings wichtig das Bild als RAW-Datei aufzunehmen. Dadurch hat man in der Bearbeitung freie Hand. Wieso eigentlich … das beschreibe ich Euch hier (Blogpost folgt)

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Das ferngesteuerte Auto meines Freundes im Schnee. Es war saukalt aber mein Freund wollte ein paar Stunts im Schnee versuchen und ich war mit meiner Kamera live dabei ;) Wie man hier klar sehen kann ist das linke Bild zu blau. Mit der kleinen Pipette unter dem Wort „Bildbearbeitung“ hat man die Möglichkeit einen Weißabgleich vorzunehmen. Pipette anklicken und auf einen weißen oder grauen Bereich im Bild klicken, schon ändert sich das Bild (Im Vorschaufenster -hier nicht im Bild- kann man sehen wie das Bild aussehen wird).  Nicht immer klappt es zuverlässig, aber man kann das ganze so oft wiederholen wie man mag. Danach habe ich noch ein paar Werte angepasst … fertig ist das Schneebild (welches mein Freund natürlich direkt bei Instagram gepostet hat ;))


Schwarz-Weiß

Oh ja, manche Bilder wirken einfach schöner wenn sie schlicht in schwarz-weiß daher kommen. Auch hierfür gibt es für mich kein besseres Programm als Lightroom

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Hierfür einfach „schwarzweiß“ auswählen und los gehts. Kontrast und weiß hoch, noch etwas Klarheit dazu und fertig war mein Foto


 

Foodpics

Fast täglich gibt es bei mir auf Instagram ein Bild mit Essen zu sehen. Mein Freund lacht oft und hält mich für verrückt dass ich immer erst mit dem Essen ins Fotozimmer verschwinde ;). Für mich aber ist es Leidenschaft. Was gibt es schöneres als leckeres Essen? Manchmal mag ich es ganz clean oder auch total unordentlich … je nach Stimmung. Egal für was ich mich entscheide, wichtig ist dass es gut aussieht

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Auch hier wurde der Weißabgleich angewandt, dazu noch etwas Helligkeit und Klarheit. Schon wirkt das Bild schärfer und strahlender


 

Farbliche Gestaltung

Bei vielen Objekten ist es wichtig dass die Farbe echt ist, gerade bei Make-Up, Nagellack oder eben auch bei Essen. Was bringt der schönste Nagellack wenn die Farbe falsch rüberkommt?

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Auch hier wurde der Weißabgleich angepasst, etwas Kontrast, weiß und Klarheit erhöht. Gerade im Vergleich sieht man was die kleinen Veränderung bewirken. Das rechte Bild wirkt auf mich sehr viel anspruchsvoller.


 

Verlaufsfilter

Eine wirkliche Rettung in der Not sind bei mir oft die Verlaufsfilter. Es gibt da einmal den Verlaufs-Filter und den Radial-Filter. Diese Beiden findet man neben dem Pinsel oben über den Grundeinstellungen. Ihr wählt also diesen Filter aus, je nachdem was Ihr machen möchtet, und zieht ihn aufs Bild. Das ganze ist wirklich super easy und trotzdem sehr effektiv.

Für dieses Foodpic habe ich den Radial-Filter verwendet. Sobald Ihr den Filter ausgewählt habt öffnet sich rechts ein neues Einstellungsfenster in dem Ihr dann entscheiden könnt wie es in Eurem ausgewählten Bereich aussehen soll. Bei diesem Foto hab ich gar nicht viel verändert, aber es reicht um etwas mehr Klarheit ins Bild zu holen.Bildschirmfoto 2016-01-03 um 18.40.28

 

Bilder bei Tageslicht am Fenster, was gibt es schöneres? Leider muss man da ab und zu auch unschöne Schatten in Kauf nehmen. Dank dem Verlaufsfilter ist diese besagte Schattenseite Vergangenheit. Verlaufsfilter auswählen, von rechts in das Bild ziehen und die Belichtung anpassen. Damit die Temperatur zum Rest des Bildes passt habe ich auch diese noch etwas angepasst.Bildschirmfoto 2016-01-03 um 18.42.39

 


 

 

Bereichsreparatur

Nicht selten gibt es Bereiche im Foto die da einfach stören … nicht reinpassen. Auch dafür bietet Lightroom eine super Lösung

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Dieser kleine Kreis mit dem Pfeil (oben neben dem Verlaufsfilter) ist die Lösung. Auswählen und mit Hilfe der Maus den störenden Bereich markieren. Lightroom wählt automatisch eine passende Quelle aus. Sollte diese jedoch nicht passen kann man natürlich auch frei wählen. Auch die Deckkraft und Größe kann man in dem neuen Einstellungsmenü ändern. So verschwinden im nu Haare die da nicht sein sollen und störende Spiegelungen.


 

  Retusche

Vieler meiner Instagram-Abonnenten waren überrascht dass ich auch sowas wie Retusche mit Lightroom mache. Andere Programme/Apps können das wahrscheinlich besser, aber bis jetzt hat es mir immer gereicht

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Falten und Unebenheiten entfernen, mehr Klarheit und Schärfe, sogar eine intensivere Augenfarbe … für alles gibt es bestimmte Pinsel. 

Lightroom selber bietet nur ein paar fertige Pinselvoreinstellungen, aber dem Internet sei Dank gibt es viele Anbieter mit kostenlosen Pinsel zum Runterladen. Ich zeige Euch  mal welche bei mir vor kurzem Eingezogen sind:

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Alle Pinsel mit dem „nb“ habe ich auf nachbelichtet.com gefunden


Lightroom-Presets

Wenn man bei Lightroom links unter Vorgaben (Presets) schaut findet man dort schon viele von Lightroom vergebene Einstellungen. Je nachdem welchen Look das Fotos bekommen soll, kann man dort aus den verschiedensten Presets auswählen. Mir reichten die dort vorhanden Vorgaben aber nicht, ich habe mich nach anderen umgesehen. Klickt man mit der rechten Maustaste auf „Benutzervorgaben“ hat man die Möglichkeit neue Presets zu importieren. Das geht natürlich nur wenn man auch Presets runtergeladen oder gekauft hat. In meinen Vorgaben finden sich ausschließlich kostenlose Presets

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Es kommen stetig welche dazu und auch sortiere ich regelmäßig aus. Denn nicht alle werden von mir genutzt … also fliegen sie wieder raus ;).

Hier zwei Seiten auf denen Ihr schöne kostenlose Presets finden könnt: photomonda.de und urban-base.net  


Schritt für Schritt

Um Euch zu verdeutlichen wie eine Bearbeitung genau aussieht habe ich Euch Schritt für Schritt mitgenommen. Jeder Vorgang hat sein eigenes Bild bekommen. Unten links im Protokoll könnt Ihr nachlesen was ich genau gemacht habe, aber seht selbst

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Das Bild wie es aus der Kamera kam (RAW) 
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WeißabgleichBildschirmfoto 2016-01-03 um 18.11.20

Begradigen Bildschirmfoto 2016-01-03 um 18.11.38

Ausschnitt ändernBildschirmfoto 2016-01-03 um 18.11.50

Preset auswählenBildschirmfoto 2016-01-03 um 18.11.59

Belichtung anpassenBildschirmfoto 2016-01-03 um 18.12.10

noch einmal ausrichtenBildschirmfoto 2016-01-03 um 18.12.22

Wasserzeichen aktivieren Bildschirmfoto 2016-01-03 um 18.13.26

fertig – exportierenBildschirmfoto 2016-01-03 um 17.35.52


Weil es so schön ist gleich noch eins  

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Das Bild wie es aus der Kamera kam (RAW)Bildschirmfoto 2016-01-03 um 17.41.03

Presets auswählen
Bildschirmfoto 2016-01-03 um 17.41.27

Begradigen
Bildschirmfoto 2016-01-03 um 17.41.50

Lichter anpassenBildschirmfoto 2016-01-03 um 17.42.03

Vignettierung reduzieren Bildschirmfoto 2016-01-03 um 17.42.20

fertig – exportieren
Bildschirmfoto 2016-01-03 um 17.29.50


Noch lange nicht alles

Da dies noch lange nicht alles ist was ich mit Lightroom mache und was dieses Programm so unersetzbar macht, folgt ganz bald noch ein weiterer Teil zu meiner Lightroom Bildbearbeitung (Link dorthin folgt).

Trotzdem hoffe ich sehr dass Euch dieser Teil gefallen hat und Ihr etwas damit anfangen könnt. An alle die gerade mit Lightroom beginnen soll dies eine kleine Hilfe sein wie man schnell und unkompliziert das Bild zu dem machen kann wie man es sich vorstellt. Lasst mir doch gerne ein Feedback da wie Ihr diesen Beitrag findet und auch was Ihr Euch für den zweiten Teil wünscht. Bin immer offen für Eure Anregungen und Vorschläge, auch Fragen sind jederzeit herzlich Willkommen.

Ich danke Euch sehr fürs Vorbeischauen

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8 Comments

  • Reply Kia 10. Januar 2016 at 20:39

    Danke für deinen Einblick in das Programm.
    Ich überlege es mir derzeit auch zu kaufen. Meine neue Kamera ist zwar fein, aber mit so einer Bearbeitung wäre es noch feiner. ;-)

    • Reply emmi386 10. Januar 2016 at 22:18

      Liebe Kia,
      Lightroom ist wirklich jeden Cent wert, kann es Dir nur wärmstens empfehlen.
      Liebste Grüße
      Ilona

  • Reply Käpt'n K 10. Januar 2016 at 22:11

    Tolle Einblicke die du da in deine Arbeit mit Lightroom gibst. Bald Photoshop?
    Schön das du in der Fotografie dein Hobby gefunden hast.

    • Reply emmi386 10. Januar 2016 at 22:20

      Danke Dir. Derzeit bin ich mit Lightroom absolut zufrieden. Danke an Dich dass ich es überhaupt habe :) Freue mich sehr über Deinen ersten Kommentar hier auf meinem Blog. Danke

    • Reply emmi386 10. Januar 2016 at 22:28

      Test

  • Reply Melanie 11. Januar 2016 at 6:40

    So etwas wie Farbwerte, Weißabgleich, Kontrast, Retusche oder bestimmte Bereiche auswählen und separat bearbeiten mache ich mit Gimp. Ab und zu überlege ich schon ob es sich lohnt, in so ein Programm zu investieren, bisher hatte ich aber immer den Eindruck, dass es auch mit Gimp geht. Zumal ich mich mit neuen Programmen immer erst schwer tue. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil, vielleicht wird der ja endlich den Ausschlag geben ;)

    Liebe Grüße!
    Melanie

  • Reply Lilli 11. Januar 2016 at 10:10

    So, jetzt bin ich da :)) Uiuiui, ersteinmal vielen Dank für diese wunderbare Ausführung und deine Mühe!!!! Ich bin schon länger auf der Suche nach einem Bildbearbeitungsprogram, traue mir aber eine Anschaffung (noch nicht) zu. Aber lightroom scheint nicht so kompliziert zu sein … gerne mehr davon-kann ich damit auch Schriften aufs Bild legen?? Ich stöber mich jetzt mal hier durch deinen Blog. Schön, dich gefunden zu haben ;)
    LG, Lilli

  • Reply Dorothea 31. März 2016 at 13:20

    Huhu!
    Ja Lightroom ist echt ein Super Bildbearbeitungsprogramm. Ich verwende ja schön länger Fotoworks XL und bin damit super zufrieden ;-)
    Ich hab ja schon so einige Bildbearbeitungsprogramme durch, aber mit dem bin ich bisher am zufriedensten. Kinderleichte Bedienung und dazu noch gratis zum testen.
    Falls ihr Interesse habt, hier hab ich mal einen Link für euch: http://bildbearbeitungsprogramm-kostenlos.aheadz.de

    Ich kanns nur empfehlen ;-)

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